Vorsicht: Dies ist erst ein Entwurf eines Beispiels. Er wurde noch nicht intensiv diskutiert und gegengelesen. Wie praktisch, ich tippe "Apfel" in die Suchleiste ein und schon wird mir ein Apfelkuchenrezept von Betty Bossi vorgeschlagen. Genau das, was ich gesucht habe. Zufall? Nein! Filterbubbles zu Deutsch Filterblasen (oder auch Informationsblasen) entstehen, weil Webseitenanbieter versuchen, das künftige Verhalten von Nutzer:innen algorithmisch vorauszusagen. Sie sammeln gezielt Informationen über eine Person mittels Standort, Klickverhalten ect. und erhalten Einblicke zu Meinungen, Interessen sowie Bedürfnissen des Indivudums. Auf sozialen Netzwerken werden beispielsweise einem Dortmunder Fussballfan Informationen des Lieblingsvereins oder Fussballschlagzeilen vermehrt angezeigt. Im Apfelkuchenrezeptbeispiel hat der Algorithmus erkannt, dass ich Rezepte von Betty Bossi bevorzuge. Weitere Themen werden bewusst ausgeschlossen. Die Benutzenden werden mit personalisierten Informationen in "Ich-Blasen" isoliert, obwohl diese Informationen nur bedingt dem Standpunkt der Personen entsprechen müssen. Die Wahrnehmung des Individums hinsichtlich der Realität und der Wichtigkeit wird dadurch verzerrt.
Die Schülerinnen und Schüler ...
MI.1.1c) ... können Folgen medialer und virtueller Handlungen erkennen und benennen (z.B. Identitätsbildung, Beziehungspflege, Cybermobbing).
MI.1.1e) ... können Chancen und Risiken der Mediennutzung benennen und Konsequenzen für das eigene Verhalten ziehen (z.B. Vernetzung, Kommunikation, Cybermobbing, Schuldenfalle, Suchtpotential).
Die Idee mit der Filter Bubble ist ein gutes Anwendungsbeispiel für das Dagstuhl-Dreieck. so sind die drei verschiedenen Perspektiven klar zu unterscheiden. Vielleicht könnte man beim Alltagsbeispiel ein Beispiel auswählen, dass der Zielstufe näher ist.
-- FatmirRacipi - 08 Oct 2023Dieses Beispiel sollte unbedingt zu den etablierten Beispielen verschoben werden. Das Thema ist essenziell für die Meinungsbildung und sehr alltagsnah. Die drei Perspektiven wurden im Beispiel gut aufgezeigt und sind nachvollziehbar. {Celia Lang, 16.09.25}
Finde ich ein sehr spannendes Beispiel, das den Schülerinnen und Schülern wahrscheinlich noch zu wenig bewusst ist und daher thematisiert werden sollte. Ich würde es daher zu den etablierten Beispielen verschieben, den Alltagsbezug würde ich aber noch etwas umformulieren.
-- RahelFluri - 22 Sep 2025Die Filterblase ist ein fundamentales und anschauliches Konzept, das sehr konkret veranschaulicht, wie Algorithmen die Wahrnehmung beeinflussen können. Bspw. werden in sozialen Medien oft Inhalte angezeigt, die eine bestehende Meinung (meist auch die eigene) bestätigen, während andere Perspektiven ausgeblendet bleiben.
-- WikiGuest - 23 Sep 2025 {AndreasLipp 23. Sep 2025} Per se gefällt mir die Idee der Filterblase als Unterrichtsgegenstand sehr gut und ich finde sie bezogen auf die gesellschaftliche Perspektive ungemein wichtig. In der technologischen Perspektive werden Sortieralgorithmen genannt. Wenn ich an Bubble- oder Quicksort denke, scheinen mir diese noch etwas weit von der Empfehlungs-Logik entfernt, um das Phänomen zu erklären. Zudem finde ich gerade das Beispiel mit Apfel und dem Apfelkuchenrezept sehr spannend, da es für mich nach einem gelungenen Algorithmus klingt, den ich persönlich beibehalten möchte (an sich ja eine gute Sache). Daher empfehle ich eine Unterscheidung zwischen erwünschten Effekten und unerwünschten Effekten und denke, dass diese sich exemplarisch durch unterschiedliche Plattformen auch unterschiedlich beeinflussen lassen (Anwendungsperspektive: TikTok vs. Google Suche -> Wie greife ich ein, um Empfehlungen entgegenzuwirken?). -- WikiGuest - 23 Sep 2025Die Filterblase ist ein fundamentales und anschauliches Konzept, das sehr konkret veranschaulicht, wie Algorithmen die Wahrnehmung beeinflussen können. Bspw. werden in sozialen Medien oft Inhalte angezeigt, die eine bestehende Meinung (meist auch die eigene) bestätigen, während andere Perspektiven ausgeblendet bleiben.
-- TravisOehri - 30 Sep 2025Ein gesellschaftlich sehr wichtiges Konzept, welchem sich nicht alle Schüler:innen, aber auch Erwachsene bewusst sind. Durch das Verständnis des Konzepts kann man sich bewusster im Internet bewegen und allenfalls auch "absichtlich" falsche Fährten legen. Das Thema seitenübergreifendes Tracking würde super dazu passen.
-- PascalKaelin - 02 Oct 2025Ich finde das Beispiel gut und würde es ebenfalls zu den etablierten Beispielen verschieben. Bei der Technik passen aber «Empfehlungsalgorithmen» besser als «Sortieralgorithmen», vielleicht könnte man es sogar mit dem neuen Beispiel dazu zusammenlegen. Und man könnte noch erwähnen, dass nicht ganz klar ist, wie stark Filterblasen wirklich wirken.
-- KarinSpichtig5 - 29 Sep 2026 . Das Beispiel eignet sich meiner Meinung nach gut für eine Einordnung ins Dagstuhl-Dreieck. Ich stimme auch dem herausgearbeiteten Alltagsbezug zu. Bei der Zuteilung der Stichpunkte sehe ich Verbesserungspotenzial: "Welche Absichten stecken hinter "Filter Bubbles"? gehört für mich in die gesellschaftlich-kulturelle Perspektive; vielleicht könnten wir auch noch präzisieren, wessen Absichten wir hier meinen (z.B. Absichten der Plattformen? unternehmerische/politische Absichten?). Bei der technologischen Perspektive würde ich neben Sortieralgos Empfehlungsalgos ergänzen. [AdaFehr, 27.09.2026] Ich würde das Beispiel etablieren. Besonders spannend fände ich, die Filterblase nicht nur zu beschreiben, sondern erfahrbar zu machen. Beispielsweise durch zwei unterschiedlich „trainierte“ Profile oder eine vereinfachte Feed-Simulation, bei der Lernende beobachten können, wie ihr Verhalten die angezeigten Inhalte verändert. So könnte die Verbindung zwischen technologischer und gesellschaftlicher Perspektive noch greifbarer werden. (Daan Berschat, 29.09.2026)