You are here: Dagstuhl » Beispiel Chat

Beispiel Chatten

Alltagsbezug

82 Prozent der 12- bis 13-jährigen in der Schweiz besitzen ein Smartphone (Genner at al., 2017, S. 15). Auf der Liste der beliebtesten Apps bei Kindern und Jugendlichen stehen What's-App an zweiter und Snapchat an vierter Stelle (ebd. S. 44). Chatten ist fest im Alltag der Schülerinnen und Schüler verankert und prägt ihre Kommunikation und sozialen Interaktionen. Über private Chats und Gruppenchats pflegen Kinder und Jugendliche ihre sozialen Kontakte. In öffentlichen Chatrooms können sie sich auch mit unbekannten Personen austauschen. Diese Möglichkeiten der Kommunikation bringen Vorteile, bergen jedoch auch Risiken. Deshalb müssen Kinder und Jugendliche lernen, verantwortungsbewusst zu chatten.

Perspektiven des Dagstuhl-Dreiecks


Anwendungsperpektive

Anwendungsbezogene Perspektive:

  • Wie erstelle ich ein Profil?
  • Wie kann ich in einem Online-Chatroom einen Account erstellen und worauf muss ich dabei achten?
  • Welche Einstellungen kann ich vornehmen?
  • Wie kann ich einer Person oder einer Gruppe von Personen eine Nachricht senden?
  • Wem gebe ich meine Nummer weiter, wem nicht?
  • Wie kann ich eine Nummer blockieren?
  • Wozu eignen sich Chats und wozu eher nicht?
  • Wie können Klassenchats sinnvoll genutzt werden?
  • Welche Sprache wird in einem Chat verwendet? Was bedeuten in Chats verwendete Abkürzungen und Emojis?
  • Wie kann ich in einem Chat möglichst effektiv und ohne Missverstänsnisse kommunzieren?
  • Welche Sicherheitsregeln muss ich in Chats beachten? Welche Informationen gebe ich in einem Chat preis?
  • Was mache ich, wenn ich Formen von Cybermobbing oder Pornographie begegne?
  • Welche sicheren Chatrooms gibt es?

Gesellschaftliche-kulturelle Perspektive

Gesellschaftlich-kulturelle Perspektive:

  • Welche Regeln gelten bei der Kommunikation in Chats, Online-Chaträumen und Chatgruppen (Netiquette)?
  • Wie wirkt sich die ständige Erreichbarkeit auf mich aus?
  • Welche gesellschaftlichen Auswirkungen hat die ständige Erreichbarkeit?
  • Welche Bilder und Videos dürfen weitergesendet werden?
  • Wie wirken Emojis und wozu dienen sie?
  • Gibt es kulturelle Unterschiede in der Chat-Kommunikation und der Verwendung von Emojis?
  • Wie unterscheidet sich die Kommunikation in einem Chat von der direkten Kommunikation?
  • Wie verändert sich die gesellschaftliche Kommunikation und Interaktion durch die zunehmende Verwendung von Chats?
  • Wie haben Chats die Kommunikation in unterschiedlichen Lebensbereichen verändert (Wirtschaft, Bildung, Privatsphäre, etc.)?
  • Wie unterscheidet sich die Sprache abhängig vom Medium (z.B. E-Mail, Brief, Chat)?
  • Welche Gefahren und welche Möglichkeiten für das Individuum und die Gesellschaft entstehen durch Chats?

Technologische Perspektive

Technologische Perspektive:

  • Wie funktioniert ein Chat?
  • Wie werden Nachrichten übermittelt?
  • Wie werden Nachrichten verschlüsselt?
  • Welche Daten (Metadaten) werden gesammelt?
  • Wo werden die Daten gespeichert?
  • Was ist ein Backup? Wie wird dieses erstellt? Wo wird es gespeichert? Wie lange?
  • Was sind Chatbots und wie funktionieren diese?
  • Was weiss ich in einem Chat über mein Gegenüber?
  • Wellche Art von Daten und Informationen können über einen Chat übermittelt werden?
  • Welche Art von Informationen kann ein Chat nicht übermitteln? Wo liegen die Grenzen eines Chats?
  • Welche unterschiedlichen Arten von Chats gibt es und wie unterscheiden sich diese technisch voneinander?

Verwandte Beispiele

Unterrichtseinheiten

Lehrmittelbezüge: Unterrichtsmaterial online:
  • Klassenschats (klicksafe.de)
    • Informationen und Materialien rund um Klassenchats.
  • Richtig Chatten (FHNW)
    • Unterrichtseinheit der FHNW für den Zyklus 2 zu den Chatregeln und zum Umgang mit privaten Daten. Die Schülerinnen und Schüler lernen in einem geschützten Chatraum chatten.
  • Chatten aber wie? (security4kids.ch, Microsoft)
    • Unterrichtseinheit für den Zyklus 2 zum Umgang mit private Daten im Internet.
  • Chatten? - aber sicher! (Jugend und Medien)
    • Sehr umfangreiche Unterrichtseinheit für den Zyklus 3 mit Postenarbeit. Es können auch einzelne Posten herausgegriffen werden.
  • Der Chat unter der Lupe (Zebis, Iwan Schrankmann)
    • Eine Sammlung von Arbeitsblättern zu verschiedenen Aspekten des Chats (Wortbedeutung, Herkunft und Entstehung, Chatsprache, Vor- und Nachteile, Zukunft, Verhaltensregeln und praktische Übungen).
  • Ich im Netz (kibs.ch)
    • Unterrichtseinheit für den Zyklus 2 zum sicheren Verhalten und Gefahren in Chats.
  • Chatten und Texten - What's-App und mehr (internet-abc)
    • Online Lernmodul für den Zyklus 2 mit passendem Unterrichtsmaterial und Lehrerkommentar zum Ausdrucken.
Zusätzliches Material:
  • Sheeplive
    • Zeichentrickfilme zum Kinder- und Jugendschutz im Internet. Videos zum Thema Chatten: "Der Ausposauner" und "Oben ohne Pelz".
  • Es war einmal... das Internet
    • Moderne Märchen zum Thema Fake-Profile/ Pädokriminalität/ Pornografie (S. 8-9) und Cybermobbing (S. 10-11). Die Sammlung beinhaltet auch noch weitere Märchen zu anderen Problembereichen des Internets.
  • Die Internauten - Mission 1: Die falsche Paula
    • Comic zum Thema Herausgabe persönlicher Daten in Chats und Co.

Diskussion

  • Wie sollen Schulen mit Klassenchats umgehen? Welche Chat-Applikationen eignen sich für offizielle Klassenchats?
  • Wie sollen Schulen mit den geänderten Datenschutzbestimmungen von What'sApp (Mindestalter 16) umgehen?
  • Wie kann sicheres Chatten in der Schule aktiv geübt und thematisiert werden?
  • Wie sollten Schulen mit dem Thema Cybermobbing umgehen? Sind sie aktuell ausreichend darauf vorbereitet? Wie sehen entsprechende schulinterne Konzepte aus?
  • Wie sollte die Elternarbeit in Bezug auf Chatten und Cybermobbing aussehen? Wie können die Eltern einbezogen werden? Was wissen die Eltern zu diesen Themen? Was wünschen sich die Eltern in Bezug auf diese Themen?