Beispiel Snapchat

11 Oct 2026 - 11:21 | Version 15 |

Vorsicht: Dies ist erst ein Entwurf eines Beispiels. Er wurde noch nicht intensiv diskutiert und gegengelesen.

Alltagsbezug

Wenn man Schülerinnen und Schüler nach ihren Lieblings-Apps fragt, ist eines der meist genannten Snapchat. Die kurze Zeitspanne in der die Bilder verfügbar sind, die lustigen Filter und Effekte machen es besonders reizvoll. Erweiterungen wie die Lokalisation meiner Freunde zu jeder Zeit und der integrierten Chatfunktion runden das Ganze ab. Doch was passiert eigentlich mit den Bildern? Sollte ich alles an alle verschicken? Welche Regeln braucht es im Umgang von Snapchat? ...

Perspektiven des Dagstuhl-Dreiecks

  • Welche Funktionen bietet Snapchat im Vergleich zu anderen Messenger- oder Social-Media-Apps?
  • Wie kann ich Fotos von mir versenden? Welche Zeiteinstellungen gibt es?
  • Sehen alle meine Kontakte meine Snaps?
  • Sollte ich für alle Benutzer:innen meinen Standort freigeben?
  • Kann ich Fotos, die ich gesendet habe, wieder zurücknehmen?
  • Wie verdient Snapchat Geld mit der Plattform?
  • Was für einen Einfluss hat es, wenn ich Snapchat jeden Tag benutze?
  • Welche Fotos sind für Snapchat geeignet?
  • Wie reagiere ich auf negative Reaktionen?
  • Welche Vorteile entstehen für mich bei der Benutzung der App?

Stichworte

  • Chatten
  • Soziale Netzwerke
  • Personalisierte Werbung
  • Online-Identität und Privatsphäre

Verwandte Beispiele

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Unterrichtseinheiten

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Diskussion

Das Beispiel gefällt mir, da es sich ideal für die Kombination Medien und Informatik eignet. Ich würde in der technologischen Perspektive den Punkt "Dark Patterns/Nudging" ergänzen und auf den "Streak" eingehen. Daher tendiere ich dazu, dieses Thema nicht direkt als exemplarisches Beispiel zu übernehmen, sondern eher "Dark Pattern/Nudging" und die Wirkungsweisen auf verschiedenen Plattformen identifizieren, ideal auch um auf die neusten Entwicklungen bzgl. EU Kids Act einzugehen. (Nina Rothenberger, 2.10.26)
  • Interessant, Dark Pattern/Nudging wäre für mich klar gesellschaftliche Perspektive, da es um psychologische Tricks geht ("Wie wirkt das?") Beat Döbeli Honegger 5.10.26

Bezüglich der Frage «Wieso benutze ich Snapchat und nicht eine andere App?» teile ich Adas Einschätzung. In Anbetracht möglicher Antworten wie «Weil meine Freunde Snapchat nutzen» würde ich diese Frage eher der gesellschaftlich-kulturellen Perspektive zuordnen. Für die Anwendungsperspektive würde ich die Frage stattdessen wie folgt formulieren: «Welche Funktionen bietet Snapchat im Vergleich zu anderen Messenger- oder Social-Media-Apps?»

Ich würde das Beispiel – nach einer Überarbeitung der Stichpunkte bei den drei Perspektiven – ebenfalls zu den etablierten Beispielen verschieben (Begründung für Verschiebung siehe hier im Diskussions-Log). Die Frage "Wieso benutze ich Snapchat und nicht eine andere App?" gehört für mich nicht zu den Anwendungskompetenzen. Den Stichpunkt "Was für einen Einfluss hat es, wenn ich Snapchat jeden Tag benutze?" müsste aus meiner Sicht ergänzt werden: einen Einfluss worauf? -> auf mein Wohlbefinden? auf meine Aufmerksamkeit? etc. Die Stichpunkte zur technologischen Perspektive würde ich "passiver" umformulieren: "Wo speichert Snapchat meine Fotos?", "Wie verschlüsselt Snapchat/die Plattform meine Chatverläufe?". Ich habe in den Unterpunkten ein paar kleinere Rechtschreibfehler korrigiert. [AdaFehr, 27.09.2026]

Dieses Beispiel müsste meiner Meinung nach noch ergänzt werden. So könne man beispielsweise bei der gesellschaftlich-kulturellen Perspektive schreiben, welchen Einfluss das Verschicken von "einmaligen" kurzen Fotos hat.

Ich finde dies ein gelungenes Beispiel, welches ich an die etablierten Beispiele anfügen würde. Jedoch sind die Perspektiven für mich noch nicht ganz stimmig. So würde ich "Welche Vorteile entstehen für mich bei der Benutzung der App?", "Sollte ich für alle Benutzer meinen Standort freigeben?" und "Sollte ich für alle Benutzer meinen Standort freigeben?" eher bei der gesellschaftlich kulturellen Perspektive. Auch müssten die Fragen noch präzisiert werden.

Ich finde auch, dass man dieses Beispiel an die etablierten Beispiele anfügen könnte. Man könnte noch zur Gesellschaftlichen Perspektive folgende Frage hinzufügen: "Inwiefern beeinflussen die Filter die Art und Weise, wie die Menschen sich selbst und andere darstellen?" und zur Anwendungsperspektive "Was wollen die Entwickler mit den Flämmchen (Snapstreak) erreichen? Welche Auswirkung hat das auf mich als Benutzer?"

Snapchat ist eine der meistgenutzten Apps bei Jugendlichen und bietet viele Anknüpfungspunkte für Medienbildung. Das Beispiel regt zur Reflexion über digitale Kommunikation und soziale Medien an. Es behandelt technische, soziale und praktische Aspekte der App-Nutzung. → Zu den etablierten Beispielen verschieben.

Kritischer Punkt: Wie kann man Jugendliche dazu bringen, sich aktiv mit den Auswirkungen ihrer digitalen Kommunikation auseinanderzusetzen? [SabrinaHeller, 24.09.2025]

Snapchat ist sehr verständlich und nah am Alltag der Schülerinnen und Schüler. Die Fragen sind klar den drei Perspektiven zugeordnet --> es sollte zu den etablierten Beispielen verschoben werden. Zudem ist es besonders geeignet, da sich die App ständig weiterentwickelt und neue Funktionen hinzukommen, was zusätzliche Anknüpfungspunkte für die Analyse bietet, aber auch neue Frage aufwirft. [ Susanne Dosedla, 25.09.2025 ]

Verständlich und nah an der Lebenswelt, ich würde es zu den etablierten verschieben. Zusatzfragen: „Wie beeinflussen Filter Selbstbild und Fremdwahrnehmung?“ (gesellschaftlich-kulturell) und „Welche Absicht steckt hinter Snapstreaks, welche Wirkung auf mein Nutzungsverhalten?“ (anwendungsbezogen).
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