Sicherheit im Umgang mit dem Internet und den sozialen Medien

11 Jul 2018 - 14:27 | Version 18 |

Worum geht es?

Knapp 2 Milliarden Menschen weltweit sind auf Facebook registriert. Bei der Vielzahl von so genannten Sozialen Netzwerken kommt jede/r früher oder später in Verbindung mit einem davon. Viele gehen dabei sehr grosszügig oder auch bedenkenlos mit ihren Daten um. Es gibt Beispiele von Personen, die deswegen zu Schaden kamen. So gab es Parties, zu der Freunde von Freunden eingeladen wurden und statt einer Handvoll dann Tausende kamen. Oder Hater-Kommentare und tausende Likes auf einem eigentlich herzigen Video, das hochgeladen wurde... die Chancen und Gefahren sind vielfältig. Dennoch scheint es ein Grundbedürfnis vieler Menschen, sich online mitzuteilen und zu präsentieren.

Was lernt ihr?

  • Du machst Erfahrungen mit der digitalen Lebenswelt der Jugendlichen.
  • Du kennst Möglichkeiten das Thema Selbstdarstellung im Internet zu thematisieren
  • Du kennst Massnahmen zu Prävention und Intervention bei Cybermobbing.
  • Du kennst gesetzliche Grundlagen zu Themen wie Cybermobbing und Sexting.

Was hat das mit dem Lehrplan "Medien und Informatik" zu tun?


  • M.I.1.1.c können Folgen medialer und virtueller Handlungen erkennen und benennen (z.B. Identitätsbildung, Beziehungspflege, Cybermobbing).
  • M.I.1.3.d können in ihren Medienbeiträgen die Sicherheitsregeln im Umgang mit persönlichen Daten einbeziehen (z.B. Angaben zur Person, Passwort, Nickname).
  • M.I.1.4.c können mittels Medien kommunizieren und dabei die Sicherheits- und Verhaltensregeln befolgen.

Inhalte

Präsentation Sicherheit im Umgang mit dem InternetPDF-Dokument

1. Auftrag - Faceboom

Zeit: 15 Minuten

Das Spiel Faceboom (Mediobaar) beinhaltet interessante Fakten und spannende Thesen, die eine tolle Diskussionsgrundlage bieten. Es besteht aus zwei Teilen:

Teil I: Aussagen als wahr/unwahr einschätzen und Zusatzinformationen dazu erhalten.

Teil II: Diskussionskarten zu den Themen Handy, Social Media, Digitalisierung, usw.
  • Bildet Gruppen à ca. 4 Personen und spielt mindestens eine der beiden Varianten.
  • Diskutiert über die Wirkung des Spiels auf euch und möglichen Umsetzungen im Unterricht.
2. Beliebte Netzwerke und die Selbstdarstellung im Internet

Kinder und Jugendliche nutzen das Internet auf vielfältige Weise, es ist in ihrem Leben fest verankert. Eine wichtige Bedeutung kommt der Selbstdarstellung der eigenen Person im Internet zu. Kinder und Jugendliche beschäftigen sich intensiv mit dem eigenen Image. Vor allem Soziale Netzwerke, wie etwa Facebook, Instagram, You Tube oder Whats App, bieten dafür eine grosse Bühne.

Doch nicht immer ist diese Selbstdarstellung durchwegs positiv und die Fotos, der perfekt aussehenden Fitness-Models auf Instagram & Co. auch nicht immer ganz echt smile

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3. Auftrag - Meine beste Seite "Frelfie"

Zeit: 20 Minuten

Selbstdarstellung ist auf sozialen Netzwerken das A und O. Man stellt sich möglichst «perfekt» dar. Bei einem Selfie handelt es sich um eine Selbstaufnahme. Wir machen heute mal keine Selfies, sondern «Frelfies» und möchten herausfinden wie die Eigenansicht im Verhältnis zur Fremdansicht steht.

Auftrag A
  • Geht in 3er- oder 4er Gruppen zusammen und macht mit euren Handys je drei Einzelfotos. Es dürfen Nahaufnahmen oder Ganzkörperfotos sein. Dabei fotografiert sich niemand selbst.
  • Jede Person wählt das Foto aus, auf dem sie/er sich am besten gefällt.
  • Jede Person macht nach der Reihe zwei positive Aussagen über das eigene Foto sowie maximal drei negative.
  • Die anderen Personen geben Feedback:
  1. Hättet ihr das gleiche Foto ausgewählt?
  2. Was gefällt euch am Foto am besten? Was wird als positiv wahrgenommen?
  3. Gibt es Unterschiede zwischen der Eigenansicht und der Fremdansicht?
  • Danach notiert jede Person je drei positive Charaktereigenschaften zum eigenen Foto. Dies nach dem Motto, «Sachen, die man auf dem Foto nicht sieht».

Auftrag B

  • Würdet ihr eine solche Übung in der Klasse durchführen?
  • Falls ja, wo seht ihr die Chancen? Wo sind die heiklen Punkte?
  • Was würdet ihr an der Aufgabe ändern / besonders beachten um sie mit einer Klasse durchführen zu können?

Auftrag C

  • Sichtet die zusätzlichen Materialien zum Thema „Selbstdarstellung“ der Pro Juventute
  • Überlegt, wie und ob ihr diese im Unterricht einsetzen könntet.
  • Diskutiert in der Gruppe, welche weiteren/eigenen Ideen ihr habt.
Zusätzliche Materialien zum Thema "Selbstdarstellung
  • Video Jugendspot zur Kampage "Echtes Leben" der Pro Juventute

Materialien aus der Präsentation
4. Auftrag Online-Identität

Zeit: 15 Minuten

Gestalte deine Online-Identität auf einem leeren Blatt. Schreibe einen Benutzernamen hin, zeichne ein Profilbild und notiere deine Interessensangaben. Umkreise deine Angaben je nach Kategorie mit einer anderen Farbe.
  • Grün: Welche Informationen gibst du öffentlich preis?
  • Orange: Welche Informationen dürfen nur akzeptierte Freunde von dir sehen?
  • Rot: Welche Informationen zeigst du nicht im Internet?

Vergleiche deine Angaben mit denen eines anderen Teilnehmers / einer anderen Teilnehmerin.
  • Was ist gleich? Was ist anders? Was gilt es zu beachten?
  • Anschliessend gibt es eine Diskussion im Plenum.

Sicherheitsregeln beim Chatten

Sicherheitsregeln beim ChattenPDF-Dokument

Plakat "hirnen"

Plakat "hirnen".pdf

Materialien von "digitale Helden" über WhatsApp Klassenchats

Unterlagen digitale Helden

5. Alles was Recht ist

Die Schweizerische Kriminalprävention hat mehrere Broschüren zum Thema Schutz und Recht im Internet herausgegeben. Broschüren SKP
  • My little Safebook - Belästigungen im Internet: Was du dazu wissen solltest
  • Pornografie: Alles, was Recht ist
  • Cybermobbing: Alles, was Recht ist
  • Das eigene Bild: Alles, was Recht ist
Präventionslektion der Polizei im Kanton SZ (Gefahrenlehre)

In der 5. Klasse – zwischen Januar und März, kommt im Kt. Schwyz auch die Kantonspolizei Schwyz im Rahmen ihrer Präventionsarbeit in die Klassen. Neu werden auch digitale Gefahren (Internet-Fallen) thematisiert.Die Schülerinnen und Schüler werden auf problematische Verhaltensweisen im Internet aufmerksam gemacht (z.B. heimlich Bilder und Videos aufnehmen und veröffentlichen, „Gemeinheiten“ im Chat, verbotene Inhalte im Web usw.). Weitere Informationen findet man auf der Website des Kantons Schwyz.
6. Auftrag Fallbeispiele in Gruppen "Eh nicht so schlimm, oder?"

Zeit: 20 Minuten

Fallbeispiele "Eh nicht so schlimm, oder?"PDF-Dokument

Weitere Unterlagen
  • Learning App Nickname

Prüfung zum Thema
7. Cybermobbing

Hier geht es zur Weiterbildungseinheit Cybermobbing
8. Passwort

Hier geht es zur Einheit Passwort (Kein Thema in den Präsenzveranstaltungen)
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Dies ist ein Wiki des Fachkerns Medien und Informatik der Pädagogischen Hochschule Schwyz. Für Fragen wenden Sie sich bitte an beat.doebeli@phsz.ch